Berner BHFL60A Bedienungsanleitung

Bedienungsanleitung
Bedienungsanleitung art. 329144
Artikelnummer:
329144
Sprachen:
es, it, fr, en, de
BERNER_Bedienungsanleitung_Bedienungsanleitung_art._329144_17965435_de.pdf 2016-11-10

2
EINLEITUNG
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und den Kauf dieses modernen Batterieladegerätes
der BHFL-Serie zur Ladung von 12V Blei-Batterien (Säure, GEL, AGM, Blei-
Calcium) und Versorgung des KFZ-Bordnetzes. Dieses mikroprozessorgesteuerte,
primär getaktete Hochfrequenz-Ladegerät entspricht dem neuesten Stand der
Ladetechnik. Bitte behandeln Sie das Gerät mit Sorgfalt und Pflege, damit es Ihnen
viele Jahre gute Dienste leisten kann.
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung aufmerksam durch und befolgen
Sie die Hinweise, bevor das Ladegerät in Betrieb genommen wird.
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE
• Diese Sicherheitshinweise aufbewahren.
• Das Ladegerät nicht Regen oder Schnee aussetzen.
• Beim Laden kann die Batterie Knallgase entwickeln. Daher muss unbedingt darauf
geachtet werden, dass sich in unmittelbarer Nähe
keine Funken bilden können.
• Wenn Batteriesäure auf Haut oder Kleidung gekommen ist, sofort mit Seife und
Wasser abwaschen. Wenn Säure in die Augen kommt, sofort das Auge für
mindestens 10 Minuten mit fließend kaltem Wasser spülen und unverzüglich eine
medizinische Untersuchung durchführen lassen.
• NIEMALS in der Nähe von Batterie oder Motor rauchen oder offene Flammen-
oder Funkenbildung zulassen.
• Beim Anschließen oder Abnehmen der Batteriekabel eine Schutzbrille tragen und
das Gesicht von den Kontaktpunkten abwenden!
• Vorsicht beim Umgang mit Metallwerkzeug in der Nähe der Batterie. Durch
Kurzschließen der Kontakte besteht eine hohe Gefahr von Funkenbildung oder
Explosion.
• Verwendung von nicht vom Ladegerätehersteller empfohlenem oder verkauftem
Zubehör kann zu einem Risiko von Feuer, elektrischem Schlag oder Personen-
schaden führen.
• Um das Risiko eines Schadens an Stecker und Kabel gering zu halten, ist beim
Ausschalten des Ladegerätes am Stecker statt am Kabel zu ziehen.
•Die Erwärmung des Gerätes auf bis zu 50°C während des Betriebes ist normal und
kein Anlass zur Beunruhigung.
• Das Ladegerät darf nicht abgedeckt werden. Beim Laden für gute Belüftung
sorgen. Eine durch Abdeckung erzeugte Überwärmung führt zur automatischen
Reduzierung des Ladestromes oder sogar zum Abschalten.
• Dieses Ladegerät ist zum Laden von 12V Blei-Batterien bestimmt und darf nicht für
andere Zwecke benutzt werden.

3
• Eine eingefrorene Batterie darf unter keinen Umständen geladen werden. Deshalb
sollte grundsätzlich bei einer Umgebungstemperatur unter 0°C auf das Laden
verzichtet werden. Besteht der Verdacht, dass eine Batterie zu kalt ist, so sollte sie
vor dem Laden ausreichend lange bei Zimmertemperatur aufgewärmt werden.
• Eine beschädigte Batterie darf nicht geladen werden.
• Nicht aufladbare Batterien dürfen mit diesem Gerät nicht geladen werden.
• Das Ladegerät beim Laden nicht auf die Batterie stellen.
• Überprüfen Sie immer, ob das Ladegerät in Erhaltungsladung umgeschaltet hat,
bevor Sie das Ladegerät längere Zeit unbeaufsichtigt eingeschaltet lassen. Wenn
das Ladegerät nach 24 Stunden nicht in Erhaltungsladung übergegangen ist, liegt
ein Fehler vor. Dann muss das Ladegerät von Hand abgeschaltet werden.
• Batterien haben eine begrenzte Lebensdauer. Defekte der Batterie, die während
des Ladevorgangs entstehen, können vom Ladegerät nicht immer erkannt werden.
Daher das Ladegerät über längere Zeiträume nicht unbeaufsichtigt lassen.
• Das Ladegerät nicht zerlegen. Ein Service ist nicht notwendig und Reparaturen
können nur von einer qualifizierten Servicestelle durchgeführt werden. Falscher
Wiederzusammenbau kann zu einem Risiko von elektrischem Schlag oder Feuer
führen. Besteht Ihrerseits der Verdacht, dass das Gerät nicht korrekt arbeitet, so
ziehen Sie umgehend Netzstecker und Ladeleitungen ab.
• Um das Risiko eines elektrischen Schlages zu vermeiden, Netzstecker vor jeder
Reinigung herausziehen. Das Gerät steht unter Netzspannung sobald das
Netzkabel eingesteckt ist, auch wenn das Gerät noch ausgeschaltet ist.
VORBEREITUNG DER LADUNG
LADEN
• Wenn die Batterie zum Laden aus dem Fahrzeug genommen werden muss, immer
den geerdeten Pol der Batterie zuerst entfernen. Vergewissern Sie sich, dass alle
Zusatzgeräte im Fahrzeug ausgeschaltet sind, um die Gefahr der Lichtbogenbildung
zu verringern.
• Batteriepole reinigen. Vorsicht: Korrodierte Pole können ätzende Stoffe enthalten.
Deshalb darauf achten, dass diese nicht in die Augen gelangen können.
• Destilliertes Wasser in jede Zelle nachfüllen, bis die Batteriesäure die vom
Hersteller angegebene Höhe an der Batterie erreicht. Das hilft überschüssiges Gas
aus den Zellen zu entlassen. Nicht überfüllen.
Für eine Batterie ohne Zellverschlüsse, beim Aufladen den Anweisungen des
Herstellers sorgfältig folgen.
• Alle speziellen Vorsichtsmaßnahmen des Batterieherstellers sorgfältig studieren,
wie etwa Zellenverschlüsse beim Laden entfernen oder nicht entfernen, sowie die
empfohlene Ladestromstärke beachten.
• Batteriespannung aus der Fahrzeugbedienungsanleitung ermitteln und
vergewissern, dass sie mit den Angaben des Batterieladegeräts übereinstimmt.
• Ladegerät so weit von der Batterie entfernt aufstellen, wie es die Gleichstrom-
Ladekabel erlauben.

4
• Darauf achten, dass der Bereich um die Batterie gut belüftet ist, während die
Batterie geladen wird.
• Ladegerät niemals direkt über die zu ladende Batterie stellen; Gase aus der
Batterie würden das Ladegerät zerfressen und beschädigen. Auch die Batterie darf
niemals auf das Ladegerät gestellt werden.
BATTERIEANSCHLUSS
• Vor dem Anschließen und Entfernen der Ladezangen muss das Ladegerät
ausgeschaltet oder der Netzstecker aus der Steckdose gezogen werden.
Lassen Sie die Ladezangen sich nicht gegenseitig berühren.
VORSICHT: Ein Funke nahe der Batterie kann eine Batterieexplosion verursachen:
Funkenbildung nahe der Batterie wird vermieden, indem folgende Punkte beachtet
werden:
Anschluss des Ladegerätes an eine im Fahrzeug montierte Batterie:
• Wechselstrom- und Gleichstromkabel so legen, dass das Risiko einer
Beschädigung durch Motorhaube, Tür oder sich bewegende Motorenteile
ausgeschlossen ist.
• Polarität der Batteriepole überprüfen. Der POSITIVE (POS, P, +) Batteriepol hat
in der Regel einen größeren Durchmesser als der NEGATIVE (NEG, N,-).
• Stellen Sie fest, welcher Pol geerdet (mit dem Chassis verbunden) ist.
Normalerweise ist der Minuspol geerdet.
• Laden einer mit dem Minuspol geerdeten Batterie: Das rote Kabel an den Pluspol
der Batterie anschließen und das schwarze Kabel an das Chassis des Fahrzeugs.
Bitte achten Sie darauf, dass das schwarze Kabel nicht in der Nähe der Batterie,
Vergaser, Treibstoffleitungen oder anderer Blechteile angeschlossen wird.
• Laden einer mit dem Pluspol geerdeten Batterie: Das schwarze Kabel an den
Minuspol der Batterie anschließen und das rote Kabel an das Chassis des
Fahrzeugs. Bitte achten Sie darauf, dass das rote Kabel nicht in der Nähe der
Batterie, Vergaser, Treibstoffleitungen oder anderer Blechteile angeschlossen wird.
• Vor dem Abklemmen der Ladezangen von den Batteriepolen schalten Sie das
Ladegerät aus und entfernen das Netzkabel.
Anschluss des Ladegerätes an eine nicht im Fahrzeug montierte Batterie:
• Polarität der Batteriepole überprüfen. Der POSITIVE (POS, P, +) Batteriepol hat
in der Regel einen größeren Durchmesser als der NEGATIVE (NEG, N,-).
• Das rote Kabel an den Pluspol der Batterie anschließen und das schwarze Kabel
an den Minuspol. Falls die Batteriekabel falsch angeschlossen sind, verhindert eine
Schutzschaltung, dass weder Ladegerät noch Batterie beschädigt werden.
• Beim Ausschalten des Ladegeräts immer in entgegengesetzter Reihenfolge zum
Anschluss verfahren.

5
BEDIENUNG UND ANZEIGE
Das Ladegerät an die Netzsteckdose anschließen. Der Hochfrequenzlader
BHFL60A geht automatisch in Betrieb und
es erscheint das folgende Grundmenü:
Es stehen folgende Programme zur
Verfügung
1 Easy Laden (Batterie wird geladen, ohne Eingabe weiterer Parameter)
2 Boost Laden (Batterie wird schnell geladen)
3 Laden (Batterie wird nach individueller Einstellung geladen)
4 Servicemodus (Pufferbetrieb während Service-/Diagnose am PKW)
5 Reaktivierung (Auffrischen von sulfatierten bzw. tiefentladen Batterien.)
6 Setup
SETUP
Nach Auswahl des Setup können folgende
Einstellungen angepasst werden:
- Sprache
- Ladespannung LADEN, EASY, SERVICE
Mittels Drücken der jeweiligen Taste kann der Wert
verändert werden. Die Ladespannung kann im
Bereich von 13,6V bis 15,0V, die SERVICE-Spannung im Bereich von 13,3V bis
14,5V eingestellt werden.
EASY LADEN
Die Ladestufe EASY-LADEN dient zum Laden von Blei-Batterien, ohne dass weitere
Ladeeinstellungen notwendig sind. Die Batterie wird mit maximal 30 A Ladestrom
geladen und ist für Batterien zwischen 30 Ah –150 Ah geeignet.
Nach Auswahl von EASY-Laden und bei korrektem Anschluss der zu ladenden
Batterie erscheint im linken Batteriesymbol „Laden“ und die Batterieladung wird
automatisch gestartet.

6
Im Display erscheinen zusätzlich der
aktuelle Ladestrom, die Ladespannung
und die aktuell geladenen
Amperestunden.
Erscheint stattdessen eine
Fehlermeldung „Keine Batterie
angeschlossen“, wurde keine, eine tief
entladene Batterie (Spannung der
Batterie weniger als
3 V bzw. die Batteriekabel falsch
(verpolt) angeschlossen.
Der Ladebetrieb startet automatisch sobald eine funktionsfähige Batterie
angeschlossen wird.
Der Füllgrad der Batterieanzeige zeigt den ungefähren Ladezustand der Batterie an.
Ladezustand < 70% Ladezustand < 90% Ladezustand 100%
Sobald das Batteriesymbol 100% erscheint ist die Batterie vollgeladen und die
Erhaltungsladung ist aktiv.
Durch Drücken der Diagramm-Taste kann jederzeit der Ladestromverlauf analysiert
werden
Mit dem Verlauf des Ladestromes
und der Anzeige der geladenen
Amperestunden kann zu jeder Zeit
ein Rückschluss auf den Zustand
der Batterie gewonnen werden.
Eine intakte Batterie wird anfangs je
nach Ladezustand für eine
bestimmte Zeit den maximalen
Ladestrom aufnehmen und danach

7
reduziert sich der Ladestrom über mehrere Stunden auf einen Minimalwert von 1 A.
Ist z. B. die geladene
Kapazität bei zuvor
vollständig entladener
Batterie kleiner 50% der
auf der Batterie
aufgedruckten
Nennkapazität, kann
davon ausgegangen
werden, dass die Batterie dem Ende der Lebensdauer entgegen geht.
Ist die geladene Kapazität deutlich größer (>130%) der aufgedruckten Batterie-
kapazität und reduziert sich der Ladestrom über mehrere Stunden nicht muss die
Batterie auf einen Zellenschluss hin untersucht werden.
Der Ladevorgang kann jederzeit durch Betätigen der Taste „STOP“ und Bejahung
der Bestätigungsabfrage unterbrochen werden und die Anzeige springt in das
Grundmenü.
Durch Ziehen des Netzsteckers aus der Steckdose wird das Ladegerät ebenfalls
ausgeschaltet.
Vor dem Abnehmen der Batteriekabel den Ladevorgang immer beenden, um eine
Funkenbildung bei Abzug der Ladezangen zu vermeiden.
Wenn Sie den Ladevorgang einer in einem Fahrzeug montierten Batterie
unterbrechen, muss immer zuerst das Batteriekabel vom Chassis abgenommen
werden und danach erst das andere Batteriekabel.
RKOMPENSATIO
BOOST LADEN

8
Die Ladestufe BOOST-LADEN dient zum schnellen Anfangsladen von Blei-
Batterien. Die Batterie wird mit dem maximalen Ladestrom von bis zu 60 A geladen.
Es ist darauf zu achten, dass die Batterie beim Laden mit der Boost-Funktion nicht
heiß wird!
Wird die Batterie zu heiß, BOOST-LADEN beenden und EASY-LADEN wählen, da
die Batterie anscheinend nicht in der Lage ist den hohen Strom zu speichern. Die
Batterie sollte mindestens eine Nennkapazität von 50 Ah besitzen.
Alle Funktionen und Anzeigemöglichkeiten sind analog zu der EASY-LADEN
Funktion.
LADEN
Die Ladestufe LADEN dient zum individuell angepassten Laden von Blei-Batterien
gemäß Ihrer Batteriegröße. Nach Auswahl des entsprechenden Ladeprogrammes
startet die Ladung.
Alle Funktionen und Anzeigemöglichkeiten sind analog zu der EASY-LADEN
Funktion.
SERVICE
Im Service-Modus liefert das Ladegerät eine konstante Spannung und versorgt das
Bordnetz wenn:
a) eine Inspektion/Reparatur/Kundendienst/Service am Fahrzeug durchgeführt
werden muss.
In dieser Position gleicht das Ladegerät den Stromverbrauch des Fahrzeuges bis
zum Erreichen seiner maximalen Nennleistung aus (Pufferbetrieb).

9
b) die Batterie abgeklemmt wird. Damit wird ein Datenverlust im Bordrechner des
Fahrzeuges vermieden (Stützbetrieb).
Die Bordnetztauglichkeit ist in allen Betriebssituationen, also auch während des An-
und Abklemmens an die Batterie, gewährleistet.
Nach dem Anklemmen der Batterie
startet der Service Betrieb
und im rechten Teil des Displays
erscheinen die Batterie-Nennspannung
und der aktuelle Serviceladestrom.
Nach dem Starten des SERVICE -
Modus wird der aktuelle Ladestrom, die
Ladespannung. Übersteigt der aktuelle
Ladestrom den Wert von 55A, ist das
Gerät an seiner Leistungsfähigkeit
angelangt. Ist ein höherer Strombedarf
zu erwarten, muss das Gerät gegen ein leistungsfähigeres Gerät ausgetauscht
werden.
Der Service-Ladestromverlauf kann am Diagramm abgelesen werden
Der Servicebetrieb kann jederzeit durch Betätigen der Taste „STOP“ unterbrochen
werden, die Anzeige springt zurück in das Grundmenü. Durch Ziehen des
Netzsteckers aus der Steckdose wird das Ladegerät ausgeschaltet.
REAKTIVIERUNG
Achtung: Diese Funktion darf nur bei vom Fahrzeug getrennten 12V-Blei-
Säure-Batterien angewendet werden, da die hohe Ladespannung von 15,6 V
eine Gefahr für die 12-V Bord-Elektronik in Fahrzeug-Systemen darstellt,
Autolacke durch Batteriegasung beschädigen kann und die Lebensdauer von
Leuchtmitteln verringert.
Nach Auswahl der Reaktivierung
erscheint im Display die Warnmeldung
Geschlossene Blei-GEL und AGM-
Batterien dürfen nicht reaktiviert
werden!
Diese Funktion ist dazu bestimmt, tief
entladene Blei-Säure-Batterien wieder
zu reaktivieren. Defekte Blei-Säure-
Batterien (Zellenschluss) können aber damit nicht wieder reaktiviert werden.
Dieses Handbuch passt für folgende Modelle
1
Inhaltsverzeichnis
Sprachen:
Andere Berner Akkuladegerät Handbücher

Berner
Berner 367168 Bedienungsanleitung

Berner
Berner BBC 14,4-18V Bedienungsanleitung

Berner
Berner BACCF 36V Bedienungsanleitung

Berner
Berner BHFB 05 Bedienungsanleitung

Berner
Berner BACC 10,8 V LI Bedienungsanleitung

Berner
Berner BHFL399 Bedienungsanleitung

Berner
Berner BHFL 16A Bedienungsanleitung

Berner
Berner BHFL 08 A Bedienungsanleitung

Berner
Berner BBCF 14,4V-18V Bedienungsanleitung

Berner
Berner 367168 Bedienungsanleitung
























