Doepke DFA Bedienungsanleitung

Montage-
und Bedienungsanleitung
Operating instructions
Fernantrieb DFA
Remote actuator DFA
Doepke

Montage-
und Bedienungsanleitung
Fernantrieb DFA
Operating instructions
Remote actuator DFA
Artikelnummer 3930131 |Stand: 09/2013
Doepke
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1. Allgemeine Beschreibung ...........................4
2. Vorbereitung................................................4
2.1. Vorbereitung der Fernauslösung ......4
3. Montage und Inbetriebnahme des DFA ......5
3.1. Spannungsversorgung .......................6
3.2. Steuereingänge ..................................6
3.3. Schaltausgänge..................................7
3.4. Busanschluss .....................................7
4. Bedienungsanleitung ..................................8
4.1. Drehschaltereinstellung......................8
4.2. Blinkcodes ..........................................9
5. Verdrahtung ..............................................10
5.1. Verdrahtung der Fernauslösung.......11
5.2. Maße ................................................11
6. Technische Daten .....................................12
7. Garantie ....................................................13
1. General Description ..................................14
2. Preparation ...............................................14
2.1. Preparation for Remote Trip Facility 14
3. Installation and Commissioning the DFA ..15
3.1. Power Supply ...................................16
3.2. Control Inputs ...................................16
3.3. Switching Outputs.............................17
3.4. Bus Connection ................................17
4. Operating Instructions...............................18
4.1. Rotary Switch Settings .....................18
4.2. Flash Codes .....................................19
5. Wiring........................................................20
5.1. Wiring for Remote Trip Facility .........21
5.2. Dimensions.......................................21
6. Technical Data ..........................................22
7. Guarantee .................................................23
Inhalt | Contents
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1. Allgemeine Beschreibung
Der Fernantrieb DFA ist eine nachrüstbare motorbetriebene Fernbetätigung für Fehlerstromschutz-
schalter (RCCB) der Baureihen DFS 2 und DFS 4. Es besteht somit die Möglichkeit, den RCCB aus
der Ferne ein- bzw. auszuschalten und auszulösen. Die Fernauslösung wirkt wie eine Prüftastenbe-
tätigung am RCCB.
Die aktuelle Schaltposition des betätigten RCCBs kann durch werksseitig integrierte Relaisschaltkon-
takte signalisiert werden. Für die möglichen Positionen „eingeschaltet“, „ausgelöst“, „ausgeschaltet“
steht jeweils ein Schließer mit gemeinsamem Bockpol zur Verfügung.
Mit Hilfe eines Drehschalters auf dem Gehäusedeckel kann der DFA außer Betrieb genommen wer-
den, sodass aus der Ferne keine versehentliche Betätigung, z. B. bei Wartungsarbeiten in der Ver-
teilung, möglich ist. Wahlweise kann der DFA in einem Automatikmodus betrieben werden, in dem
15 Sekunden nach einer Auslösung automatisch ein Einschaltversuch vorgenommen wird.
!Quetschgefahr!
Der jeweilige Betriebszustand des Fernantriebs wird durch eine grüne LED auf dem Gehäusedeckel
signalisiert.
Optional lässt sich der DFA nachträglich mit dem Interface DFA-DI für das Dupline- Installationssystem
erweitern, sodass der DFA problemlos an den Dupline-Bus angeschlossen werden kann. Beim DFA-DI
handelt es sich um eine kleine Platine, die einfach in den DFA eingesteckt wird. Damit lassen sich dann
ebenfalls die oben genannten Funktionen aus der Ferne aufrufen und die Schaltpositionen anzeigen.
Die Anzeige lässt sich beispielsweise durch eine Relaisansteuerung mit dem DRM 8 oder durch eine
Visualisierung auf einem Text- oder Touchdisplay realisieren. Die über den Dupline-Bus übertragenen
Schaltbefehle sind gleichberechtigt zu den über die Signaleingänge zugeführten Schaltbefehlen.
Die Spannungsversorgung des DFA kann wahlweise mit einer Spannung von 24 VAC oder
24 VDC erfolgen.
2. Vorbereitung
2.1. Vorbereitung der Fernauslösung
Wird beim RCCB eine Fernauslösefunktion gewünscht, so muss der DFA zunächst auf den Nennfeh-
lerstrom I∆n des zu betätigenden RCCBs eingestellt werden, um den entsprechenden Prüffehlerstrom
I∆ ießen lassen zu können. Diese Einstellung wird im Gerät vorgenommen. Dazu wird ein Schlitz-
schraubendreher nacheinander in die beiden Vertiefungen auf der Gehäusefrontseite gesteckt und
dann leicht verdreht, während der Deckel gleichzeitig angehoben wird. Ein kraftvolles Aufhebeln ist
nicht nötig und kann das Gehäuse beschädigen.
Im Gerät wird unten links auf der Leiterplatte ein Drehschalter sichtbar, der mit den Buchstaben A-D
beschriftet ist. Mit einem Schraubendreher lässt sich nun der entsprechende Prüffehlerstrom I∆laut
nachfolgender Tabelle einstellen; werksseitig ist die Position „A“ voreingestellt:
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Blick in den geöffneten DFA
Der Deckel ist jetzt wieder zu schließen und kann mit Plomben versehen werden, um einen Eingriff in
das Gerät zu verhindern.
3. Montage und Inbetriebnahme des DFA
Die Montage darf nur durch eine autorisierte Fachkraft vorgenommen werden.
Zunächst sind die beiden beiliegenden Rasthaken seitlich so in den DFA einzuclipsen, dass die Rast-
nasen zum RCCB zeigen.
Zur Montage des Fernantriebes DFA wird dieser links neben dem RCCB platziert. Anschließend wer-
den beide Geräte so zusammengeschoben, dass der Knebel des RCCBs vom Mitnehmerhebel des
DFA umfasst wird und beide Geräte durch die beiden Rastnasen verdrehsicher ineinanderrasten.
DFA 2
A
B
C
D
A- 30 mA
B-100 mA
C-300 mA
D-500 mA
DFA mit geöffnetem Deckel
Steckplatz für DFA-DI
Einstellung
Prüffehlerstrom
Legende
Rasthaken
Mitnehmerhebel
Knebel
Rasthaken
DFA 2
ENDE
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3.1. Spannungsversorgung
Der DFA kann wahlweise mit einer Spannung von 24 VAC oder 24VDC versorgt werden.
►AC (Klemmen 9 + 10)
An diese Klemmen kann eine 24-V-Wechselspannung als Spannungsversorgung angeschlossen wer-
den. Die Spannungsquelle muss eine Ausgangsleistung von mindestens 10 VA aufweisen.
Wird eine Wechselstromversorgung gewählt, so stellt der DFA an DC+ eine Ausgangsgleichspannung
von 24 VDC zur Verfügung, welche über Taster auf die Steuereingänge gegeben werden kann.
!An diese bereitgestellte DC-Spannung dürfen ausschließlich die Taster für die DFA-Steuerein-
gänge und keine anderen Verbraucher angeschlossen werden.
►DC+ (Klemme 5) / DC- (Klemme 6)
Steht eine Gleichspannungsversorgung zur Verfügung, so ist sie an diese beiden Klemmen entspre-
chend anzuschließen.
3.2. Steuereingänge
Wird der DFA mit einer Gleichspannung versorgt, so werden die Steuereingänge (einschalten, aus-
schalten, auslösen) über Taster mit dem Pluspotenzial dieser Versorgungsspannung verbunden und
über Tastimpulse angesteuert. Bei einer Wechselspannungsversorgung dient DC+ als Bezugspunkt für
die Taster der Steuereingänge.
►einschalten (Klemme 2)
Ein Tastimpuls an diesem Eingang führt einen Einschaltvorgang des angeanschten RCCBs aus.
Bendet sich dieser bereits im eingeschalteten Zustand, erfolgt keine Schaltausführung.
►ausschalten (Klemme 3)
Wird auf diesen Eingang ein Tastimpuls gegeben, so wird der montierte RCCB ausgeschaltet, sofern
sich dieser nicht bereits im ausgeschalteten Zustand bendet.
►auslösen (Klemme 4)
Bei einem Tastimpuls auf diesen Eingang ießt der eingestellte Prüffehlerstrom I∆kurzzeitig durch den
angeschlossenen RCCB, um ihn auszulösen. Bedingung ist, dass der RCCB zuvor eingeschaltet war,
ansonsten erfolgt auf ein Eingangssignal keine Reaktion.
Löst der RCCB nicht aus (Knebel des RCCBs nicht in Mittelstellung), wird über die Status-LED der
Blinkcode 2 ausgegeben (s. „Blinkcodes“ auf S. 9). Dieser lässt sich nur durch kurzzeitiges Aus-
schalten des DFA mittels Drehschalter auf dem Gehäusedeckel (RESET) oder durch kurzzeitige Tren-
nung des DFA von der Betriebsspannung zurücksetzen.
!Nach einem fehlgeschlagenen Auslöseversuch, d.h., wenn der Blinkcode 2 ausgegeben wird,
sollte ggf. ein weiterer Auslöseversuch – wie bei herkömmlich betriebenen RCCBs auch – erst
nach ca. 30 Sekunden durchgeführt werden, um den Prüfstromkreis des DFA nicht zu überlasten.
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Bei der Erstinbetriebnahme des DFA muss die Funktion der Fernauslösung getestet werden, um fol-
gende Fehlermöglichkeiten auszuschließen:
»Der Prüffehlerstrom I∆ist zu gering eingestellt, siehe „Vorbereitung der Fernauslösung“ auf Seite 4.
»Die Verdrahtung zwischen RCCB und DFA ist fehlerhaft, siehe „Verdrahtung“ auf Seite 10.
»Der RCCB war zuvor nicht eingeschaltet (der Relaiskontakt „eingeschaltet“ ist nicht geschlossen).
»Der RCCB ist defekt und muss ausgetauscht werden.
Ein vermutlicher Defekt am RCCB lässt sich zusätzlich durch eine Betätigung des Prüftasters auf dem
RCCB überprüfen.
Hinweis: Wird ein Dauersignal auf die Signaleingänge gegeben, z. B. durch einen blockierten Taster,
so erfolgt eine einmalige Ausführung der entsprechenden Funktion. Die anderen Funktionen können
weiterhin genutzt werden.
3.3. Schaltausgänge
Der DFA besitzt drei Relaisausgänge, die den jeweiligen Schaltzustand des RCCBs signalisieren.
Über die Relaiskontakte lassen sich kleinere Lasten direkt oder größere Lasten über Installationsrelais
schalten. Alle Relais haben mit der Klemme 11 einen gemeinsamen Bockpol.
Hinweis: Tritt im DFA ein Fehler auf oder fällt die Betriebsspannung des DFA aus, so schließen alle
drei Relaiskontakte, um auf diesen Umstand hinzuweisen.
►Fernauslösung N (Klemme 16)
Wird eine Fernauslösefunktion gewünscht, so ist diese Klemme mit dem Neutralleiter N zu verbinden
(RCCB eingangsseitig, s. „Verdrahtung“ auf S. 10).
►Fernauslösung Lx (Klemme 15)
Bei einer gewünschten Fernauslösefunktion wird diese Klemme mit einer vom RCCB geschalteten
Phase Lx verbunden (RCCB ausgangsseitig, s. „Verdrahtung“ auf S. 10).
Hinweis: Wird die Fernauslösefunktion gewünscht, so ist der Prüffehlerstrom I∆des DFA auf den
Nennfehlerstrom I∆n des RCCBs einzustellen (s. „Vorbereitung der Fernauslösung“ auf S. 4).
►externe Betriebsanzeige (Klemme 1)
An diese Klemme lässt sich eine externe Status-LED über einen Vorwiderstand gegen DC+ anschlie-
ßen. Über diese LED wird ebenfalls der Blinkcode ausgegeben (s. „Blinkcodes“ auf S. 9).
3.4. Busanschluss
Wenn der DFA mit dem optional erhältlichen Dupline-Interface DFA-DI für den Dupline-Installationsbus
nachgerüstet wurde, dienen die folgenden Klemmen als Busanschluss:
►Dupline+ (Klemme 7)
Hier wird der Dupline-Signalleiter (Dupline+) angeschlossen.
ENDE
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►Dupline- (Klemme 8)
Hier wird der Dupline-Signalleiter (Dupline-) angeschlossen.
!Verbindungen zwischen dem Dupline-Signal und der 24-V-Versorgung oder Verbindungen zum
Erdpotenzial führen zu Störungen und sind nicht zulässig. Auf die richtige Polarität des Dupline-
Signals ist zu achten.
4. Bedienungsanleitung
4.1. Drehschaltereinstellung
Mit dem Drehschalter auf dem Gehäusedeckel lassen sich drei Betriebsarten des DFA auswählen:
►Betriebsart EIN
Der DFA ist eingeschaltet und führt Schaltbefehle aus, die über die Signaleingänge oder über den
Dupline-Bus aktiviert werden. Die Status-LED leuchtet permanent.
►Betriebsart AUTO
Der DFA ist eingeschaltet und führt Schaltbefehle aus, die über die Signaleingänge oder über den
Dupline-Bus aktiviert werden. Die Status-LED leuchtet permanent.
Nach einer Auslösung des geschalteten RCCBs wird nach 15 Sekunden ein automatischer Einschalt-
versuch vorgenommen. Innerhalb dieser 15 Sekunden wird der Blinkcode 3 über die Status-LED aus-
gegeben (s. „Blinkcodes“ auf S. 9), um auf einen folgenden Einschaltvorgang hinzuweisen.
Bendet sich der RCCB 5 Sekunden nach dem Einschaltversuch nicht in der „eingeschaltet“-Position,
d. h. liegt der Fehler im RCCB-Stromkreis noch vor, wird kein weiterer Einschaltversuch vorgenom-
men. Der DFA wird blockiert und führt keine Schaltbefehle mehr aus, was durch den Blinkcode 4 sig-
nalisiert wird. Um die Blockade aufzuheben, muss der DFA kurzzeitig ausgeschaltet werden (RESET).
Wenn eine Auslösung allerdings erst 5 Sekunden nach dem automatischen Einschaltvorgang erfolgt,
wird nach 15 Sekunden ein erneuter Einschaltversuch vorgenommen.
►Betriebsart AUS / RESET
Der DFA ist ausgeschaltet und führt somit keine Schaltbefehle aus. Die Status-LED ist erloschen. Eine
Schaltstellungsanzeige über die integrierten Relaiskontakte ist jedoch weiterhin möglich!
!Diese Betriebsart ist zu wählen, wenn:
»Servicearbeiten an der Anlage vorgenommen werden sollen, um ein automatisches Wie-
dereinschalten oder ein Einschalten aus der Ferne zu verhindern. Zusätzlich kann der mon-
tierte RCCB mit einer abschließbaren Wiedereinschaltsperre versehen werden.
»der Blinkcode 2 nach einer fehlgeschlagenen Fernauslösung zurückgesetzt werden soll
»die Blockade nach einer fehlgeschlagenen automatischen Wiedereinschaltung aufgehoben werden soll
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4.2. Blinkcodes
Die unterschiedlichen Blinkcodes werden über die Status-LED, Klemme 1 und ggf. den Dupline-Bus
ausgegeben. Sie signalisieren den augenblicklichen Zustand des DFA.
Blinkfolge Blinkcode Bedeutung
LED aus 0 ausgeschaltet (gesperrt)
LED ein 1 eingeschaltet (Normalbetrieb)
LED-Takt:
0,9 s ein / 0,1 s aus 2 Fehler RCCB (keine Auslösung)
LED-Takt:
0,1 s ein / 0,9 s aus 3 automatische Einschaltung aktiv
LED-Takt:
1 s ein / 1 s aus 4automatische Einschaltung
fehlgeschlagen (blockiert)
Der Blinkcode 2 hat die höchste Priorität und lässt sich nur durch kurzzeitiges Ausschalten (RESET)
des DFA mittels Drehschalter oder kurzes Trennen von der Betriebsspannung zurücksetzen.
ENDE
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5. Verdrahtung
Folgendes Schema zeigt die Anschlussbelegung des DFA:
!Bei der Verdrahtung des DFA ist unbedingt auf Spannungsfreiheit aller Leitungen zu achten!
Die Spannungsversorgung des DFA darf nicht über den „betätigten“ RCCB erfolgen.
1234 5678
9 10 11 12 13 15
14 16
µ
µ
µ
0 V
+ 24 V DC
Dupline -
Dupline +
24 V AC
4k7
24 V AC/DC
1A
in / out
in
in
in
Lx
A
B
C
D
auslösen
ausschalten
einschalten
Status
ausgelöst
ausgeschaltet
eingeschaltet
Bockpol
N
Klemme Beschreibung
1 Status (ext. LED)
2 RCCB einschalten
3 RCCB ausschalten
4 RCCB auslösen
5 +24 VDC (DC+)
6 0 VDC (DC-)
7 Dupline+ (D+) optional
8 Dupline- (D-) optional
Klemme Beschreibung
9 24 VAC
10 24 VAC
11 Bockpol
12 RCCB eingeschaltet
13 RCCB ausgeschaltet
14 RCCB ausgelöst
15 Fernauslösung Lx
16 Fernauslösung N
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Sprachen:
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