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Deutsch
zusätzlich installierte Audio-Software. Verschie-
dene Audio-Programme zur Aufnahme und
Wiedergabe sind kostenlos im Internet erhältlich.
1)
Den Computer hochfahren und die USB-
Buchse (45) mit einem USB-Anschluss am
Computer verbinden.
2)
Das eingeschaltete Mischpult wird vom Com-
puter als USB-Audiogerät für die Toneingabe
und Tonausgabe erkannt. Die erforderlichen
Treiber (Standard-Treiber des Betriebssystems)
sollten auf dem Computer vorhanden sein.
Hinweis: Befinden sich nicht alle geforderten
Treiber auf dem Computer, müssen sie nach-
installiert werden, z.B. über die Betriebssys-
tem-Original-CD. Gegebenenfalls nach der Ins-
tallation den Computer neu starten.
3)
Das verwendete Audio-Programm aufrufen
und dort die erforderlichen Einstellungen für
die Tonwiedergabe über das Mischpult bzw.
Tonaufnahme vom Mischpult vornehmen
(☞Anleitung des Programms). Das Mischpult
kann dann anhand Kapitel 5 bedient werden.
Findet keine Tonaufnahme bzw. Tonwiedergabe
statt, in den Systemeinstellungen des Computers
überprüfen, ob die USB-Schnittstelle für die Ton-
eingabe bzw. Tonausgabe angewählt ist.
Tipp: Ist das Mischpult sowohl mit einem Computer
verbunden als auch mit Geräten, die über ihr Netz-
kabel geerdet sind (z.B. Verstärker), können aufgrund
von Masseschleifen Brummstörungen auftreten. Um
diese zu beseitigen, kann das Mischpult über ein
Massetrennfilter (z.B. FGA-102 oder FGA-202) mit
dem jeweiligen Gerät verbunden werden.
4.8 Ausgänge der Subgruppen
Die Subgruppensignale können mit den Tasten
SUB ASSIGN TO MASTER (26) auf die Signal-
summe geschaltet werden und stehen aber auch
gleichzeitig an den Ausgängen SUB OUT (54)
zur Verfügung. Von diesen Ausgängen lassen
sie sich z.B. auf ein weiteres Mischpult oder auf
ein separates Effektgerät weiterleiten.
4.9 Fußtaster für den Effektprozessor
Zum Ein- und Ausschalten des internen Effekt-
prozessors lässt sich ein Fußtaster, z.B. FS-60 von
MONACOR, an die zweipolige 6,3-mm-Klinken-
buchse FOOT SWITCH (51) anschließen.
4.10 Stromversorgung
Das Mischpult über die Netzbuchse (46) mit
dem beiliegenden Netzkabel an eine Steckdose
(230V/50Hz) anschließen.
5 Bedienung
VORSICHT
Stellen Sie die Lautstärke der
Audioanlage und des Kopf-
hörers nie sehr hoch ein. Hohe
Lautstärken können auf Dauer
das Gehör schädigen! Das Ohr gewöhnt sich
an hohe Lautstärken und empfindet sie nach
einiger Zeit als nicht mehr so hoch. Erhöhen
Sie darum eine hohe Lautstärke nach der Ge-
wöhnung nicht weiter.
5.1 Ein- und Ausschalten
1)
Um Einschaltgeräusche und eine zu hohe
Lautstärke zu vermeiden, vor der Inbetrieb-
nahme folgende Ausgangsregler auf Mini-
mum stellen:
− MASTER (34)
− BOOTH/PHONES (33)
− AUX SEND MASTER/MON (30), wenn der
Ausspielweg 1 als Monitorweg genutzt
wird.
2)
Je nachdem welcher Mikrofontyp ange-
schlossen ist, die 48-V-Phantomspeisung mit
dem Schalter PHANTOM (49) entweder ein-
oder ausschalten (☞Kapitel 4.1.1).
3)
Zum Ein- und Ausschalten des Mischpults
den Netzschalter POWER (48) betätigen. Bei
eingeschaltetem Gerät leuchtet die Betriebs-
anzeige POWER ON (36).
5.2 Aussteuerung der Eingangskanäle
Die folgenden Bedienschritte dienen nur als
Hilfestellung, es sind auch andere Vorgehens-
weisen möglich.
1)
Zuerst folgende Grundeinstellung vorneh-
men.
a) In allen Mono-Eingangskanälen (Abb. 1)
die Regler GAIN (20), die Klangregler
HIGH (17), MID (13), LOW (12) und die
Regler PAN (7) in die Mitte drehen. Die
Tasten (18) ausrasten.
b) In allen Stereo-Eingangskanälen (Abb.2)
die Klangregler HIGH (17), MID 3kHz
(16), MID 500Hz (14), LOW (12) und die
Regler BAL (8) in die Mitte drehen. Im
Kanal CH9/10 die Taste +4/−10 (19) aus-
rasten und im Kanal CH11/12 die Taste
LINE/OPT(19).
c) In allen Eingangskanälen die Regler AUX
SEND 1 / MON (11) und AUX SEND 2 / FX (9)
für die Ausspielwege ganz zurückdrehen.
d)
In allen Eingangskanälen die Tasten MUTE
(6), 1-2 (4), L-R (3) und SOLO (2) ausrasten
sowie die Kanalfader (1) zuziehen.
e)
Im Ausgangsfeld (Abb. 3) alle Tasten SOLO
(29) und die Taste TAPE/USB TO MIX (41)
ausrasten sowie die AUX-SEND-MASTER-
Regler (28, 30) und die RETURN-Regler
(27, 31, 37) zudrehen.
2) Auf den ersten verwendeten Kanal ein Ton-
signal geben (z.B. in ein Mikrofon singen, ein
Instrument spielen).
3)
Soll das Signal über den angeschlossenen
Verstärker für die Saalbeschallung zu hören
sein, den Fader (1) des Kanals bis zur Position
„0“ aufziehen, die Taste L-R (3) drücken und
die Fader MASTER (34) so weit aufziehen,
dass das Signal gut zu hören ist. Das Signal
lässt sich aber auch bei zugezogenen Fadern
über einen Kopfhörer oder eine Regie-Moni-
toranlage abhören, ☞Kap. 5.6.
4)
Die Taste SOLO (2) des Kanals drücken.
Damit ist die Abhörfunktion für den Kanal
eingeschaltet, zur Kontrolle leuchtet die LED
PEAK(5).
5)
Die Taste PFL/AFL (40) ggf. ausrasten, um
den Abhörmodus „PFL“ zu wählen: Die LED
unter der Taste leuchtet grün und die linke
LED-Reihe der Aussteuerungsanzeige (38)
zeigt das Kanalsignal vor dem Fader (1) und
dem Regler PAN (7) bzw. BAL (8) an.
6) Anhand der Aussteuerungsanzeige die Ein-
gangsverstärkung optimal einstellen:
Bei einem Mono-Kanal den Regler GAIN
(20) so einstellen, dass ein Pegel im Bereich
um 0dB angezeigt wird.
Wird der Stereo-Kanal CH9/10 trotz
ausgerasteter Taste +4/−10 (19) übersteuert,
muss der Pegel der Signalquelle verringert
werden. Bei geringer Aussteuerung zur Pege-
lanhebung (12dB) die Taste +4/−10 drücken.
Bei dem Stereo-Kanal CH11/12 ist die
Eingangsverstärkung fest eingestellt. Wenn
die Aussteuerung ungünstig ist, den Aus-
gangspegel der angeschlossenen Signal-
quelle verändern.
7)
Den Klang mit den Reglern HIGH (17) für die
Höhen und LOW (12) für die Bässe einstellen
(±15dB).
Bei einem Mono-Kanal mit dem Regler
MID FREQ (15) die Mittenfrequenz einstellen
(100–8000Hz) und deren Anhebung oder
Absenkung (15dB) mit dem Regler MID (13).
Bei Bedarf die Taste (18) zum Unterdrü-
cken tieffrequenter Störgeräusche (z.B. Tritt-
schall, Brummen) drücken.
Bei einem Stereo-Kanal die Mitten mit
den Reglern MID 500 Hz (14) und MID 3 kHz
(16) einstellen (±15dB).
Anschließend die Aussteuerung des Ka-
nals überprüfen und ggf. die Eingangsver-
stärkung korrigieren.
8)
Die Taste SOLO wieder ausrasten, um die
Abhörfunktion für den Kanal auszuschalten.
Bei ausgeschalteter Abhörfunktion dient die
LED PEAK als Übersteuerungsanzeige, mit
der sich die Aussteuerung des Kanals grob
kontrollieren lässt. Leuchtet sie permanent,
die Eingangsverstärkung (Regler GAIN) oder
das Eingangssignal reduzieren.
9) Damit bei der Wiedergabe des Signals über
den Verstärker zur Saalbeschallung immer
nur der Kanal zu hören ist, der gerade ein-
gestellt wird, nach der Aussteuerung eines
Kanals seinen Fader (1) zurück auf Minimum
stellen oder zum Stummschalten seine Taste
MUTE (6) drücken.
10)
Für alle weiteren Eingangskanäle die Bedien-
schritte 2) bis 9) wiederholen.
5.3 Eingangssignale mischen
1) Für jeden Eingangskanal wählen, ob die Ka-
nalsignale auf die Summenkanäle oder/und
auf die Subgruppenkanäle gemischt werden
sollen:
− Durch Drücken der Taste L-R (3) werden die
Signale auf die Summenkanäle MASTER
geleitet.
− Durch Drücken der Taste 1-2 (4) werden die
Signale auf die Kanäle SUB 1 und 2 gelei-
tet. Diese Signale lassen sich gemeinsam
mit den Fadern SUB 1 und 2 (24) ein- und
ausblenden oder in der Lautstärke ver-
ändern und bei Bedarf über die Buchsen
SUB OUT (53) auf ein separates Effektgerät
leiten.
2)
Die Fader MASTER (34) so weit aufziehen,
dass sich das Mischungsverhältnis der Ton-
quellen optimal einstellen lässt.
3) Die Signale der Eingangskanäle mit den Fa-
dern (1) im gewünschten Lautstärkeverhält-
nis mischen. Die Fader nicht benutzter Kanäle
immer ganz zuziehen.
4) Für die Mono-Kanäle mit den Panoramareg-
lern PAN (7) die Mono-Signale im Stereo-
Klangbild platzieren und für die Stereo-
Kanäle mit den Reglern BAL (8) die Balance
der Stereo-Signale einstellen.
5)
Werden Signale auf die Subgruppen geleitet,
die entsprechenden Tasten SUB ASSIGN TO
MASTER (26) drücken, wenn die Subgruppen
auf den linken und rechten Summenkanal
gemischt werden sollen. (In der Regel im
Kanal SUB 1 die Taste L hineindrücken und