Kärcher ICH 80/16 Ps Bedienungsanleitung

2

- 1
Lesen Sie vor der ersten Benut-
zung Ihres Gerätes diese Origi-
nalbetriebsanleitung, handeln Sie danach
und bewahren Sie diese für späteren Ge-
brauch oder für Nachbesitzer auf.
– Vor erster Inbetriebnahme Sicherheits-
hinweise Nr. 5.951-949.0 unbedingt le-
sen!
– Bei Transportschaden sofort Händler
informieren.
Hinweise zu Inhaltsstoffen (REACH)
Aktuelle Informationen zu Inhaltsstoffen fin-
den Sie unter:
www.kaercher.de/REACH
GEFAHR
Hinweis auf eine unmittelbar drohende Ge-
fahr, die zu schweren Körperverletzungen
oder zum Tod führt.
몇WARNUNG
Hinweis auf eine möglicherweise gefährli-
che Situation, die zu schweren Körperver-
letzungen oder zum Tod führen kann.
몇VORSICHT
Hinweis auf eine möglicherweise gefährli-
che Situation, die zu leichten Verletzungen
führen kann.
ACHTUNG
Hinweis auf eine möglicherweise gefährli-
che Situation, die zu Sachschäden führen
kann.
– Die Innenreiniger ICH 80/16 Ps sind
Spritzeinrichtungen um Fässer und Be-
hälter zu reinigen.
– Durch den Innenreiniger darf kein
(Wasser-) Dampf geleitet werden. Die
maximale Temperatur der Reinigungs-
flüssigkeit beträgt 90 °C.
– Der Innenreiniger ist nicht für Unterta-
gebetrieb zugelassen.
– Der Reinigungskopf wird durch eine
Öffnung mit entsprechendem Mindest-
durchmesser in den Behälter gebracht.
– Eine separate Hochdruckpumpe wird
mit dem Innenreiniger durch einen
Hochdruckschlauch verbunden.
Anforderungen an die Qualität der Rei-
nigungsflüssigkeit:
ACHTUNG
Die Reinigungsflüssigkeit darf keine abrasi-
ven Feststoffpartikel enthalten (Qualität
ähnlich Frischwasser aus Stadtleitung).
Verschmutzungen führen zu vorzeitigem
Verschleiß oder Ablagerungen im Gerät
und im Zubehör.
Hinweis: Eine Liste der zugelassenen Rei-
nigungsflüssigkeiten befindet sich im Kapi-
tel „Technische Daten“.
Als nicht bestimmungsgemäß gilt der Be-
trieb außerhalb geschlossener Behälter
und mit höheren Drücken, höheren Durch-
flüssen und höheren Temperaturen als in
den Technischen Daten angegeben.
– Die Düsen am Reinigungskopf drehen
sich um zwei Achsen und erfassen da-
durch jede Stelle des Behälters.
– Der Reinigungskopf besitzt einen inter-
nen Antrieb, welcher durch die hin-
durchströmende Reinigungsflüssigkeit
angetrieben wird. Die Drehzahl ist ab-
hängig von Druck und Menge der Reini-
gungsflüssigkeit.
– Jeweilige nationale Vorschriften des
Gesetzgebers beachten.
– Sicherheitshinweise, die den verwen-
deten Reinigungsmitteln beigestellt
sind (i. d. R. auf dem Verpackungseti-
kett) beachten.
– Um Gefahren durch falsche Bedienung
zu vermeiden darf die Anlage nur von
Personen bedient werden, die in der
Handhabung unterwiesen sind, ihre Fä-
higkeiten zum Bedienen nachgewiesen
haben und mit der Benutzung beauf-
tragt sind.
– Die Betriebsanleitung muss jedem Be-
diener zugänglich sein.
Bei Fehlbedienung oder Missbrauch dro-
hen Gefahren für Bediener und andere
Personen durch:
– hohen Druck
– Reinigungsmittel oder verwendete Rei-
nigungsflüssigkeit
– heiße Anlagenteile, wenn heiße Reini-
gungsflüssigkeiten verwendet werden
– Explosionsgefahr
GEFAHR
–Verletzungsgefahr durch austretenden
Hochdruckstrahl, deshalb Innenreiniger
nur in geschlossenen Behältern in Be-
trieb setzen.
–Gesundheitsgefahr durch Reststoffe in
Behältern, die gereinigt werden oder
durch die verwendete Reinigungsflüs-
sigkeit. Deshalb vorgeschriebene
Schutzmaßnahmen befolgen.
–Verletzungsgefahr durch umstürzen-
den Innenreiniger bei geringer Ein-
tauchtiefe. In diesem Fall Innenreiniger
zusätzlich sichern.
–Verletzungsgefahr durch umstürzen-
den Behälter, deshalb Behälter und In-
nenreiniger zusätzlich sichern.
Inhaltsverzeichnis
Umweltschutz . . . . . . . . . . . . . DE 1
Gefahrenstufen . . . . . . . . . . . . DE 1
Symbole auf dem Gerät. . . . . . DE 1
Bestimmungsgemäße Verwen-
dung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DE 1
Funktion. . . . . . . . . . . . . . . . . . DE 1
Sicherheitshinweise. . . . . . . . . DE 1
Konfiguration . . . . . . . . . . . . . . DE 5
Technische Daten . . . . . . . . . . DE 5
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . DE 14
Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . DE 14
Außerbetriebnahme. . . . . . . . . DE 14
Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . DE 14
Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . DE 14
Pflege und Wartung. . . . . . . . . DE 14
Hilfe bei Störungen . . . . . . . . . DE 15
Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . DE 16
EU-Konformitätserklärung . . . . DE 16
Garantie. . . . . . . . . . . . . . . . . . DE 16
Umweltschutz
Die Verpackungsmaterialien
sind recyclebar. Bitte werfen Sie
die Verpackungen nicht in den
Hausmüll, sondern führen Sie
diese einer Wiederverwertung
zu.
Altgeräte enthalten wertvolle re-
cyclingfähige Materialien, die ei-
ner Verwertung zugeführt wer-
den sollten. Batterien, Öl und
ähnliche Stoffe dürfen nicht in die
Umwelt gelangen. Bitte entsor-
gen Sie Altgeräte deshalb über
geeignete Sammelsysteme.
Gefahrenstufen
Symbole auf dem Gerät
Lesen Sie vor der ersten Benutzung Ihres
Gerätes diese Originalbetriebsanleitung,
handeln Sie danach und bewahren Sie
diese für späteren Gebrauch oder für
Nachbesitzer auf.
Verbrennungsgefahr durch hei-
ße Oberflächen!
Verletzungsgefahr! Hineinfas-
sen verboten.
Beschädigungsgefahr innerer
Bauteile! Spritzrotor nicht von
außen manuell drehen.
Bestimmungsgemäße
Verwendung
Reinigungskopf Min. Behälteröff-
nung
ICH 80/16 Ps 150 mm
Bitte Reinigungsflüssigkeiten nicht in die
Umwelt gelangen lassen. Bitte Boden
schützen und Altöl umweltgerecht entsor-
gen.
Bitte mineralölhaltiges Abwasser nicht ins
Erdreich, Gewässer oder Kanalisation ge-
langen lassen.
Funktion
Sicherheitshinweise
3DE

- 2
–Verbrennungsgefahr durch heiße
Schläuche und heißes Gestell bei Be-
trieb mit heißen Reinigungsflüssigkei-
ten. Bei Betrieb mit heißen Reinigungs-
flüssigkeiten Gestell und Zuleitung
nicht berühren und entsprechende
Schutzkleidung tragen.
Explosions- und Brandgefahr bei Verwen-
dung von entsprechenden Reinigungsmit-
teln und Reststoffen in Behältern. Informie-
ren Sie sich in diesen Fällen bei Kärcher,
wie entsprechende Reinigungsmittel ange-
wendet werden.
ACHTUNG
Um Beschädigungen am Reinigungskopf
zu vermeiden, auf eine freie Anordnung im
Behälter achten. Der Reinigungskopf darf
auf keinen Fall an der Behälterwand ansto-
ßen.
Je nach Konzentration und Gesundheits-
gefahr der verwendeten Reinigungsflüssig-
keit, folgende Schutzausrüstung tragen:
– Flüssigkeitsabweisende Schutzkleidung
– Schutzbrille oder Gesichtsschutz
– Dichte Handschuhe
– Dichtes Schuhwerk
Zugelassene Bediener sind Personen, die
das 18. Lebensjahr vollendet haben und
befähigt sind diese Anlage zu bedienen
(Ausnahmen für Auszubildende, siehe
BGV D15 §6).
Separate Hochdruckpumpe ausschal-
ten.
Zulauf der Reinigungsflüssigkeit schlie-
ßen.
Explosionsgefährdete Bereiche werden
nach Häufigkeit und Dauer des Auftretens
von gefährlicher explosionsfähiger Atmo-
sphäre in BetrSichV und EN 1127-1 in Zo-
nen eingeteilt.
Die Definition der Zonen liegt in der Ver-
antwortung des Betreibers.
Hinweise zur Zoneneinteilung finden sich in
der BetrSichV, der EN 1127-1, der BGR
104 – Ex-Richtlinie der BG Chemie und in
der EN 60079-10.
–Zone 0
Zone 0 ist ein Bereich, in dem gefährli-
che explosionsfähige Atmosphäre als
Gemisch aus Luft und brennbaren Ga-
sen, Dämpfen oder Nebeln ständig,
über lange Zeiträume oder häufig vor-
handen ist.
–Zone 1
Zone 1 ist ein Bereich, in dem sich bei
Normalbetrieb gelegentlich eine gefähr-
liche explosionsfähige Atmosphäre als
Gemisch aus Luft und brennbaren Ga-
sen, Dämpfen oder Nebeln bilden kann.
–Zone 2
Zone 2 ist ein Bereich, in dem bei Nor-
malbetrieb eine gefährliche explosions-
fähige Atmosphäre als Gemisch aus
Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen
oder Nebeln normalerweise nicht oder
aber nur kurzzeitig auftritt.
–Zone 20
Zone 20 ist ein Bereich, in dem eine ge-
fährliche explosionsfähige Atmosphäre
in Form einer Wolke aus in der Luft ent-
haltenem brennbaren Staub ständig,
über lange Zeiträume oder häufig vor-
handen ist.
–Zone 21
Zone 21 ist ein Bereich, in dem sich bei
Normalbetrieb gelegentlich eine gefähr-
liche explosionsfähige Atmosphäre in
Form einer Wolke aus in der Luft ent-
haltenem brennbaren Staub bilden
kann.
–Zone 22
Zone 22 ist ein Bereich, in dem bei Nor-
malbetrieb eine gefährliche explosions-
fähige Atmosphäre in Form einer Wolke
aus in der Luft enthaltenem brennbaren
Staub normalerweise nicht oder aber
nur kurzzeitig auftritt.
1 Der Innenreiniger darf in Zone 0 von
Behältern nur eingesetzt werden, wenn
die Behälter eine Größe von 3 m Durch-
messer bei einer üblichen Behälterhö-
he oder eine vergleichbare Behälter-
größe nicht überschreiten.
2 Der Massengehalt der Reinigungsflüs-
sigkeit an nichtgelösten Feststoffen
darf 1% nicht überschreiten.
3 Der Innenreiniger ist elektrostatisch zu
erden.
4 Die Pumpe für die Reinigungsflüssig-
keit darf nur betrieben werden, wenn
sie mit Flüssigkeit gefüllt ist.
5 Der Nenndruck der Pumpe darf bei Lö-
sungsmittelbetrieb 5 MPa nicht über-
schreiten.
6 Die Fördermenge der Pumpe darf bei
Lösungsmittelbetrieb 50 l/min nicht
überschreiten.
7 Die Drehzahl des Reinigungskopfes
darf 40 1/min im Kaltbetrieb nicht über-
schreiten.
8 Die Betriebstemperatur der Reini-
gungsflüssigkeiten Tenside und Was-
ser mit Reinigungsmitteln darf 90 °C
nicht überschreiten (Tabelle unter
Technische Daten/Reinigungsflüssig-
keiten beachten).
9 Die Betriebstemperatur der Reini-
gungsflüssigkeiten Lösungsmittel, Lau-
gen und Säuren darf 60 °C nicht über-
schreiten (Tabelle unter Technische
Daten/Reinigungsflüssigkeiten beach-
ten).
10 Der Innenreiniger ist nach angemesse-
ner Betriebsdauer auf einwandfreien
Zustand und einwandfreie Funktion zu
prüfen (u.a. Lager auf Verschleiß und
Bremseinrichtung auf Funktion). Gege-
benenfalls ist eine Reparatur vom Kun-
dendienst durchzuführen.
11 Der Innenreiniger darf nur mit solchen
Reinigungsflüssigkeiten betrieben und
in solchen Medien verwendet werden,
gegen deren Einwirkung die Werkstoffe
hinreichend beständig sind.
12 Reinigungsflüssigkeiten, die brennbare
Lösungsmittelanteile enthalten, müs-
sen den Zündgruppen IIA und IIB ent-
sprechen. Lösungsmittel der Zündgrup-
pe IIC dürfen nicht versprüht werden.
13 Der Innenreiniger darf nicht dauernd,
sondern nur während der Behälterreini-
gung in Zone 0 angeordnet sein. Die im
Rahmen der BetrSichV geltenden Be-
triebsvorschriften sowie weitere natio-
nale Bestimmungen sind einzuhalten.
Es ist zu berücksichtigen, dass die Ver-
bindung Behälter/in den Behälter ein-
gebrachter Innenreiniger nicht flam-
mendurchschlagsicher ist.
14 Schläuche müssen elektrostatisch leit-
fähig sein (Widerstand R < 1000000
Ohm).
15 Es dürfen nur Reinigungsflüssigkeiten
mit einer Leitfähigkeit G > 1000 pS/m
eingesetzt werden.
16 Alle medienberührten Teile sind an das
Erdungssystem anzuschließen.
17 Der Innenreiniger muss immer von
Staubablagerungen frei gehalten wer-
den.
18 Grundsätzlich ist die Zündgefahrenana-
lyse und die Einschätzung aller Anla-
genkomponenten bezüglich Zünd- und
Explosionsschutz in der Verantwortung
des Betreibers der Anlage. Dieser ist für
die Einteilung der Explosionsschutz-
Zonen und für die Zündgefahrenbewer-
tung der Anlage und des Betriebs zu-
ständig (ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/
92/EG). Er hat die Anlage nach gelten-
den Richtlinien (z.B. TRBS 2152, TRBS
2153 und TRGS 727 oder vergleichba-
re lokal gültige Richtlinien des Be-
triebsorts/Betriebslands) zu betreiben.
19 Temperatur und Druck der Reinigungs-
flüssigkeit sind anlagenseitig perma-
nent, am besten redundant, zu überwa-
chen. Werden maximale Zulauftempe-
ratur bzw. maximaler Zulaufdruck über-
schritten, ist die Anlage automatisch zu
stoppen und der Zufluss der Reini-
gungsflüssigkeit zu unterbrechen. Hier-
für ist der Betreiber der Anlage verant-
wortlich.
Persönliche Schutzausrüstung
Beim Reinigen geräusch-
verstärkender Teile Ge-
hörschutz zur Vorbeugung
von Gehörschäden tragen.
Zugelassene Bediener
Verhalten im Notfall
Zoneneinteilung
Besondere Bedingungen im Ex-
Bereich
4 DE

- 3
20 Hochdruckstrahlen können eine elekt-
rostatische Aufladung in ihrer Umge-
bung verursachen, wenn die umgeben-
de Atmosphäre dazu neigt. Dies muss
bei Tanks mit Reststoffen beachtet wer-
den. Hierfür ist der Betreiber der Anlage
verantwortlich.
21 Ist die Dichte der Reinigungsflüssigkeit
kleiner als 75% von Wasser, muss eine
gesonderte Sicherheitsbetrachtung
zum Explosionsschutz vom Betreiber
durchgeführt werden (elektrostatische
Aufladung durch Hochdruckstrahlen,
gasdynamische Stoßeffekte).
22 Befindet sich im zu reinigenden Tank
anderes Gas als Luft (gilt nicht für Inert-
gas), muss eine gesonderte Sicher-
heitsbetrachtung zum Explosions-
schutz vom Betreiber durchgeführt wer-
den (elektrostatische Aufladung durch
Hochdruckstrahlen, gasdynamische
Stoßeffekte).
23 Bei Reinigung mit kohlenwasserstoff-
haltigen Lösungsmitteln sind gesonder-
te Vorkehrungen zum Zündschutz zu
treffen (z.B. Inertgas). Hochdruckstrah-
len können zu elektrostatischer Aufla-
dung und Funkenentladung führen. Au-
ßerdem dürfen die eingesetzten Reini-
gungsmittel keine zweite Phase bilden,
weil auch dadurch elektrostatische Auf-
ladung entstehen kann. Hierfür ist der
Betreiber der Anlage verantwortlich.
Beim Beheizen der Umgebung ist dafür zu sorgen, dass der Innenreiniger nicht direkt vom heißen Fluidstrahl getroffen wird.
Für die Nutzung von Heißdampf beim Beheizen der Umgebung sind besondere Randbedingungen der gegebenen Richtlinien zu beach-
ten.
Die Temperatur der Reinigungsflüssigkeit (und damit die Oberflächentemperatur des Innenreinigers) darf nach EN 1127-1 in Explosions-
schutz-Zone 0 niemals 80% der Zündtemperatur (gemessen in °C) der umgebenden Gas- bzw. Nebelatmosphäre oder/und niemals 2/3
der Zündtemperatur (gemessen in °C) einer umgebenden Staubatmosphäre überschreiten (siehe auch DIN EN ISO 80079-36).
Obige Richtlinie führt zu folgender Empfehlung:
ATEX Temperaturklasse Maximal ausgewiesene Oberflä-
chentemperatur [°C]
Maximal zulässige Oberflächentem-
peratur [°C]
in Gasatmosphäre, Zone 0
Maximal zulässige Oberflächentem-
peratur [°C]
in Staubatmosphäre, Zone 0
T3 200 < 160 < 133
T4 135 < 108 < 90
Für den Betrieb mit Lösungsmitteln, Säuren oder Laugen gilt:
a) Die erlaubte Betriebstemperatur mit Reinigungsflüssigkeiten der genannten Gruppen „Lösungsmittel“, „Laugen“ und „Säuren“ ist von
Kärcher auf maximal 60 °C begrenzt.
b) Die Selbstentzündungstemperatur aller beteiligten Stoffe (Reinigungsmedien und Verschmutzung / Reststoffe im Behälter) und ihrer
Mischungen darf folgende Temperaturgrenzen nicht unterschreiten:
Geräte mit ATEX-Deklaration T4: Zündtemperatur für Gase >= 170 °C
Zündtemperatur für Staub >= 205 °C
Geräte mit ATEX-Deklaration T3: Zündtemperatur für Gase >= 250 °C
Zündtemperatur für Staub >= 300 °C
Das bedeutet, dass die Zündtemperatur der Stoffe größer als die oben angegebene Temperatur sein muss.
Verantwortlich für die Ermittlung und Beachtung dieser Temperaturgrenze ist ausschließlich der Betreiber.
c) Die Umgebungstemperatur der Einrichtung muss während des Betriebs im Bereich von 0 °C bis maximal +135 °C liegen.
d) Für den Fall, dass durch die Erwärmung der beteiligten Stoffe (Reinigungsmedium und Verschmutzung / Reststoffe) auf maximal
60 °C die chemisch-physikalische Aggressivität bzw. korrosive Eigenschaft der Stoffe und ihrer Mischung hinsichtlich der Material-
beständigkeit und Betriebssicherheit ansteigt, muss der Betreiber gewährleisten, dass Edelstahl (nichtrostender Stahl) der Güte
1.4301 und vergleichbare Werkstofflegierungen nicht angegriffen werden.
e) Für die durch die erhöhte Temperatur eventuell zusätzlich auftretenden Gefahren (z.B. durch Gase, Dämpfe, heiße Oberflächen o.
Ä.) müssen vom Betreiber für das Bedienpersonal geeignete Schutzmaßnahmen gewährleistet werden.
f) Im Allgemeinen muss beim Einsatz von aggressiven Reinigungsmedien damit gerechnet werden, dass der Verschleiß der Bauteile
mit steigender Temperatur des Reinigungsmediums ansteigt. Beim Betrieb mit aggressiven Medien erhöhter Temperatur sind darum
die Wartungs- bzw. Kontrollintervalle für das Gerät entsprechend zu verkürzen.
5DE

- 4
A Zone 1
B Hochdruck-Reinigungskopf
C Schwenkeinrichtung
D Zone 0/20
E Elektrisch leitfähiger Schlauch
F Kreislaufbehälter mit Filtereinrichtung
(Stecksieb, Saugkorb, Feinfilter)
G Kreislauf-Medium
H Klar-Medium
I Rotierender Reinigungskopf
J Winde zum Auf- und Abfahren des Rei-
nigungskopfes
K Winde für Teleskopausleger
L Teleskopausleger
Prinzipskizze Zoneneinteilung
A
B
C
D
E
F
G
H
A
I
J
K
L
6 DE

- 5
Konfiguration
Der Innenreiniger ist durch folgende Komponenten konfigurierbar:
1 Dichtungssatz (Werkstoffe bestimmen Reinigungsflüssigkeit)
2 Kegelradstufe (Tankgröße klein/groß)
3 Düsenscheibe (Anpassung Drehzahl an Durchflussmenge)
4 Spritzdüsen (Anpassung an Betriebsdruck)
Die 3-stellige Zahl (Type) auf dem Typenschild des Innenreinigers gibt an, welche Komponenten (Dichtungssatz/Kegelradstufe/Düsen-
scheibe) verbaut sind.
1
Reinigung
2
Tankgröße
3
Düsenscheibe
0 ohne Angabe 0 ohne Angabe 0 ohne Angabe
1 Dichtungssatz Öle, Diesel 1 klein 1 6 x 1,2 mm
2 Dichtungssatz Säuren, Laugen (Ad/
Ly)
2 groß 2 6 x 2,2 mm
3 Dichtungssatz Lebensmittel (Fo) 3 2 x 4,4 mm
4 Dichtungssatz Lösungsmittel (So) 4 3 x 4,4 mm
5 6 x 4,4 mm
6 9 x 4,4 mm
7 12 x 4,4 mm
8 12 x 6,2 mm
Technische Daten
ICH 80/16 Ps
Max. Fördermenge l/h (l/min) 2000-8000 (33-133)
Max. Fördermenge bei Lösungsmittelbetrieb l/h (l/min) 3000 (50)
Max. Temperatur bei Tensiden, Wasser mit Reinigungsmitteln °C 90
Max. Temperatur bei Lösungsmitteln, Laugen, Säuren °C 60
Max. Betriebsdruck MPa (bar) 16 (160)
Max. Betriebsdruck bei Lösungsmittelbetrieb MPa (bar) 5 (50)
Funktions-Drehzahl Antrieb 1/min 12-40
Schalldruckpegel (EN 60704-1) dB(A) 70
Hochdruckanschluss -- G 1“
Min. Behälteröffnung mm 150
Gesamtlänge mm 259
Gewicht kg 10
Umgebungstemperatur °C
°C
0...+135 (Dichtungssatz Öle, Diesel: kurzzeitig)
0...+100 (Dichtungssatz Öle, Diesel: dauerhaft)
Zündschutzart II 1 G Ex h IIB T4...T3 Ga
II 1 D Ex h IIIB T135°C...T200°C Da
0°C < Ta < 135°C
7DE

- 6
A Hochdruckanschluss B Anschluss ICH 80/16 Ps
Maßblatt ICH 80/16 Ps
ca.
ca.
ca.
ca.
Maßblatt Adapter
80
72
M22x1.5
1"
A
B
Der Adapter dient zum Verbinden von bestehenden Anschraubflanschen des ehemaligen HKS 100 mit dem ICH 80/16 Ps.
8 DE

- 7
A Hochdruckanschluss
B Anschluss ICH 80/16 Ps
Maßblatt Gestell
A
B
9DE

- 8
A Hochdruckanschluss
B Feststellknebel
C höhenverstellbar
D Spannschelle
E Anschluss ICH 80/16 Ps
Maßblatt Deckel mit Gestell
D
E
A
C
B
10 DE
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Sprachen:
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